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omday: Aufschlussreicher Tag – sogar für Web 2.0 Enthusiasten

Am Dienstag veranstaltete die fvw zum dritten Mal den Online-Marketing Day im Steigenberger Hotel in Frankfurt. Das Aktiv-Reise.Netz war für Sie vor Ort und hat sich mit den präsentierten Themen auseinandergesetzt. Es stand die Frage im Vordergrund, wie wichtig die Entwicklungen des Web 2.0 für unsere Kunden sind? Dabei versuchten wir die Herangehensweise industriell organisierter Reiseveranstalter zu filtern und Lösungsansätze für klein- und mittelständische Unternehmen zu entwickeln. Die wichtigsten Erkenntnisse des omdays wollen wir Ihnen schon heute mitteilen.

Die Liste der Referenten hatte es in sich: Ein Marketingleiter übergab das Mikro an den nächsten. Die Wege von Lufthansa, Holidayautos und RUF Jugendreisen ins Web 2.0 wurden präsentiert. Dabei gehen wir davon aus, dass die Markenbekanntheit von Lufthansa nicht auf Möglichkeiten kleinerer und mittelständischer Reiseveranstalter übertragen werden kann. Lufthansa ist nur deswegen so stark im Web 2.0, weil die Organisation die Bedeutung erkannt und sich sofort an die Umsetzung in Facebook gemacht hat. Mit tui.de war das 2001 und dem Web 1.0 genauso. Endkunden honorieren das Verhalten von Lufthansa und „adden“ das Unternehmen, weil sie in einem unbekannten Umfeld auf etwas Bekanntes stoßen. Wir vom Aktiv-Reise.Netz hingegen fanden diese Tatsache für unsere Kunden nicht so spannend und fuhren einen Zug später. Ausgeschlafen und pünktlich zum Vortrag von Roland Fricke, der mit seinem Portal beauty24 Wellnessreisen anbietet und zehn Mitarbeiter beschäftigt, waren wir vor Ort.

Roland Fricke propagiert weiterhin Twitterals Kundenkommunikationskanal. Maik Homeyer von Holidayautos hat dem widersprochen und sieht Twitter eher auf dem absteigenden Ast. Er propagiert Facebook als den wichtigen neuen Web 2.0-Kommunikationskanal. Dabei stellt er allerdings auch die Frage, welches Portal nächstes Jahr einen Hype auslöst. Dirk Föste von RUF Jugendreisen belegt sein Engagement im Web 2.0 mit Zahlen und rät dazu jeden Kommunikationskanal genauestens zu messen. Interessant für diejenigen unter Ihnen, die erwägen, den Katalog abzuschaffen: Dirk Föste misst seinen Erfolg im Web 2.0 an der Anzahl eingehender Kataloganfragen!!! Da fiel mir ja beinahe die Kinnlade runter. Mit drei Mal Nachdenken ist dieses Vorgehen allerdings gut zu verstehen. Denn die Eltern der Kinder und Jugendlichen wollen weiterhin in einem Katalog blättern.  Den Preis für die Adressengewinnung im Web 2.0, zum Beispiel bei SchülerVZ, beziffert er mit 8,61 €. Zusammen mit den Kosten für den Katalogversand muss RUF Jugendreisen rund 16 Euro pro Buchung für Kundenwerbung in SchülerVZ ausgeben. Die fvw berichtete bereits dazu im Newsletter. Der niedrige Wert kommt aus unserer Sicht vor allen Dingen aufgrund der großen Fangemeinde von RUF Jugendreisen bei SchülerVZ zustande. Masse drückt bekanntermaßen die Stückkosten.

Alle Referenten sind sich einig, dass ein Engagement im Web 2.0 mit Authentizität funktioniert. „Probieren Sie es aus. Fehler machen ist ausdrücklich erlaubt. Berücksichtigen Sie dabei aber immer Ihre Marke und kommunizieren Sie im Sinne der Marke“, ist das Fazit der Referenten. Mal direkt ein Angebot anpreisen, scheint in Ordnung zu sein. Allerdings wird „von hinten herum Verkaufen abgestraft“, meint Dirk Föste. Somit sind die Rahmenbedingungen abgesteckt. Empfohlen wird auch, die Nutzungsbedingungen der Portale vor dem Engagement genauestens zu studieren. Da kann die eine oder andere Falle, besonders in Bezug auf  die Urheberrechte, lauern. Vor einem Start ins Web 2.0 sollte man allerdings bedenken, dass die Hauptzeit der Nutzer zwischen 17 und 21 Uhr liegt. Reiseveranstalter, die zum Beispiel planen in Facebook tätig zu werden, sollten sich frühzeitig mit der Frage beschäftigen, wie diese Zeit durch welche Mitarbeiter abgedeckt wird.

Weiteres Thema auf dem omday:Mobile Computing. Niels Dörje, ehemaliger Mitarbeiter von Google Maps, meint, dass sich das Internet zum „Outnet“ wandelt. Herr Breuss-Schneeweis hat dazu schon mal ein App fürs iPhone programmiert, mit der einige Teilnehmer vor dem Veranstaltungsort gleich mal rumspielen mussten. Herr Domsalla von KMTO geht davon aus, dass der Personal Computer mit dem iPhone und dem iPad gerade erst entwickelt wurde. Mobile Computing könnte das Zeug dazu haben, auf dem omday 2011 Hauptthema zu werden. Wir werden sehen.

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